Entwicklung der Medien von damals bis heute

Die Geschichte der Medien als Kommunikationsmittel beginnt mit der Erfindung der Schrift. Geschichtswissenschaftler sind sich uneinig über das genaue Alter der ältesten entdeckten Schriften, doch es dürfte etwa 5000 bis 6000 vor Christus gewesen sein. Auch das Nachrichtenwesen dürfte ganz am Anfang der Mediengeschichte stehen. Akustische Übermittlung von Nachrichten durch Sprache oder akustische Signale waren – unabhängig von der Erfindung der Schrift – in vielen Kulturen verbreitet.

Buchdruck und Presse

Die Erfindung des Druckes im Jahre 868 in China war der erste Meilenstein in der Geschichte der Medien. Im Jahr 1450 führte der Mainzer Goldschmied Johannes Gutenberg ein Drucksystem mit beweglichen Lettern ein, begründete somit den modernen Buchdruck und machte das gedruckte Buch zum ersten Massenmedium. Wissen und Information war nun leichter zugänglich, was maßgeblich zur heutigen Wissensgesellschaft und der Entwicklung der Wissenschaften beitrug.

Die erste Zeitung tauchte schon vorher, Anfang des 14. Jahrhunderts im Raum Köln auf. Sie war noch handgeschrieben. Doch schon bald nach Gutenbergs Erfindung kamen Printmedien, Presse und Journalismus auf den Vormarsch und brachten Informationen an die breite Masse.

Audiovisuelle Medien

1877 baute John Kruesi die Erfindung des Amerikaners Thomas Alva Edison: Der Phonograph. Dadurch wurde es möglich Schall aufzuzeichnen und wiederzugeben. Daraus folgend entstanden nach und nach Schallplatte und Grammophon und der Grundstein für die Entwicklung der Audiovisuellen Medien war gelegt.

Telekommunikation

Die Ursprünge der Telekommunikation finden sich bereits im Altertum. Die Überbringung von Nachrichten über größere Distanzen fand durch Boten, Kuriere, Rauchzeichen oder Trommelsignale statt. Im Jahr 1833 wurde von Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber die elektrische Telegrafie erfunden. Durch den Schreibtelegraf, den Samuel Morse 1838 konstruierte konnten nun Nachrichten telegrafisch übermittelt werden.

Das erste Telefon wurde 1861 in Frankfurt am Main vorgestellt. Schon fünf Jahre später konnte die erste dauerhafte Kabelverbindung für Telegrafie über den Atlantik in Betrieb genommen werden.

Die Existenz von Radiowellen wurde 1886 von Heinrich Hertz bewiesen. Diese Erkenntnis wurde nach und nach weiterentwickelt und schaffte die Grundlage für die Übertragung von Bild und Ton. So konnte die erste Rundfunkübertragung zum Weihnachtsfest 1906 stattfinden.

Fotografie und Projektion

Schon im 4. Jahrhundert vor Christus beschrieb Aristoteles die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes, wenn das Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt. Leonardo Da Vinci konnte dieses Phänomen – bekannt als Camera Obscura – richtig deuten. Das und die Laterna Magica sind die Vorläufer der heutigen Kameras. Fotografie und Projektion führten zur Entstehung von Film, Fernsehen und medialer Darstellung und haben unsere kulturelle Gesellschaft zu dem werden lassen, was sie heute ist.

Digitale Medien

Der modernste Punkt der Mediengeschichte ist das Internet. Durch die Entwicklung der Computertechnologie wurde ein Stein ins Rollen gebracht, der bis heute nicht aufzuhalten ist. Die Möglichkeiten schneller Rechenleistung, Zugriff auf Informationen innerhalb kürzester Zeit und weltweite Vernetzung führen dazu, dass der Fortschritt der digitalen Medien kaum zu bremsen ist.